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Statistik
| Postleitzahl | 47652 |
| Telefon-Vorwahl | 02837 |
| Religionszugehörigkeit: | |
| römisch-katholisch | 72 % |
| evangelisch | 17% |
| sonsitge Gemeinschaften | 11% |
| Bodennutzung: | |
| Landwirtschaftliche Nutzfläche | 4.387 ha |
| Waldfläche | 1.881 ha |
| übrige Fläche | 1.681 ha |
Weeze liegt im Zentrum des Kreises Kleve in der Niederung der Niers. Die Gemeinde grenzt an die Niederlande und hat daneben mit kreisangehörigen Städten und Gemeinden gemeinsame Grenzen: Goch im Nordwesten, Kevelaer im Südosten und Uedem im Nordosten. Die Gemeinde Weeze gliedert sich in den geschlossenen Ort, den Ortsteil Wemb, in das Gebiet des Flughafens Niederrhein und in 16 Bauernschaften.
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von 79,49 km².
Verkehrsanbindung
Weeze verfügt über eine außerordentlich gute Verkehrsanbindung. Das Gemeindegebiet wird von der Autobahn A 57 und von der Bundesstraße 9 durchgequert. Auch die Eisenbahnlinie Kleve - Düsseldorf bietet eine schnelle Verbindung zum Rhein - Ruhr - Ballungsgebiet. Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Weeze hat der Regionalflughafen "Airport Weeze" mit 2,3 Mio. erwarteten Passagieren für 2009 eine sehr positive Entwicklung genommen. Vom Airport Weeze sind mehr als 50 Ziele in Europa zu erreichen.
Geschichtlicher Überblick
Der erste urkundliche Nachweis, der sich auf das heutige Gemeindegebiet bezieht, stammt aus dem Jahr 855. König Lothar II. schenkte in diesem Jahr dem Gaugrafen Ansfried ein östlich der Niers gelegenes Allodium, genannt „Villa Geizefurt". Der Name „Weeze", anfangs in der Schreibweise „Veze", „Wezese" oder „Wise", tauchte erstmals im 13. Jahrhundert auf. 1815 wurde Weeze dem Kreis Geldern zugeteilt. 1928 bildete Weeze sich aus den selbständigen Ämtern Weeze, Wissen und Kalbeck zur Gemeinde Weeze in ihren noch heute bestehenden kommunalen Grenzen. Seit 1975 ist die Gemeinde Teil des neuen Kreises Kleve.
Entwicklung der Bevölkerung
| Jahr | 1975 | 1980 | 1990 | 1995 | 2000 | 2008 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 8.990 | 8.912 | 8.522 | 9.181 | 9.507 | 10.617 | 10.822 |
Einwohnerzahl am 31.12.2011: gesamt - 10.822, je km² - 137
Die Gemeinde war seit 1954 Standort des Militärflughafens der Royal Air Force. Die britischen Soldaten und ihre Familienangehörigen bildeten einen nicht unbedeutenden Teil der Einwohnerschaft. Nach dem Abzug der Streitkräfte Ende 1999 verringerte sich zunächst die Einwohnerzahl. Circa 1.350 Wohneinheiten wurden in der Gemeinde frei. Nach einem von der Gemeinde entwickelten und geförderten Konzept wurden viele Wohnungen umgebaut und vermarktet. Seit dem Jahr 2000 zeigen sich erste Erfolge dieser Entscheidung, die sich in einem deutlichen Bevölkerungszuwachs spiegeln.
| Datum | CDU | SPD | FDP | UWG |
|---|---|---|---|---|
| 09.11.1969 | 63,97 | 24,56 | 11,46 | - |
| 04.05.1975 | 62,63 | 30,50 | 6,87 | |
| 30.09.1979 | 55,51 | 28,66 | 8,41 | 7,42 |
| 30.09.1984 | 55,90 | 28,10 | 4,90 | 11,10 |
| 01.10.1989 | 49,30 | 33,50 | 17,2 | |
| 16.10.1994 | 44,40 | 34,00 | 21,5 | |
| 12.09.1999 | 57,53 | 31,75 | 10,72 | |
| 26.09.2004 | 67,44 | 32,56 | ||
| 30.08.2009 | 62,21 | 31,45 | 6,34 |
| Wahlperiode | CDU | SPD | FDP | UWG |
|---|---|---|---|---|
| 1969-1975 | 18 | 6 | 3 | |
| 1975-1979 | 21 | 10 | 2 | |
| 1979-1984 | 18 | 10 | 3 | 2 |
| 1984-1989 | 20 | 10 | 3 | |
| 1989-1994 | 17 | 11 | 5 | |
| 1994-1999 | 12 | 9 | 6 | |
| 1999-2004 | 16 | 9 | 3 | |
| 2004-2009 | 19 | 9 | ||
| 2009-2014 | 17 | 9 | 2 |
Bürgermeister
Laurenz Pannen
Vom 25.11.1969 bis zum 18.10.1979
Karl Willems
Vom 19.10.1979 bis zum 16.10.1994
Barbara Naus
Seit dem 16.10.1994 ehrenamtliche, vom 13.05.1997 bis zum 30.09.1999 hauptamtliche Bürgermeisterin
Johannes Snelting
Vom 01.10.1999 bis zum 30.06.2001 hauptamtlicher Bürgermeister
Ulrich Francken
Seit 29.08.2001 bis heute hauptamtlicher Bürgermeister
Gemeindedirektoren
Karl Gödde
Von 1957 bis zum 12.05.1981
Heinz Wienen
Vom 14.05.1981 bis zum 12.05.1997
Beschäftigungsentwicklung
| Jahr | 1990 | 1995 | 2000 | 2003 | 2005 | 2007 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte | 1593 | 1788 | 1953 | 1875 | 1998 | 2192 | 2592 |
| Beschäftigte pro 1000 Einwohner | 187 | 195 | 202 | 185 | 194 | 206 | 241 |
Lange Zeit prägten die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde die Landwirtschaft und das holzverarbeitende Gewerbe. Aus dieser Monostruktur hat sich Weeze in den 70er-80er Jahren gelöst. Heute bestehen hier 67 Handwerks- , 14 Industrie- , 161 Handelsbetriebe, 27 Schank- und Speisewirtschaften, Geldinstitute, Versicherungen und sonstige Unternehmen.
Einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde bildete früher der Militärflughafen der Royal Air Force „Laarbruch". Hier wurden mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kamen etwa 1.500 Arbeitskräfte, die bei den Unternehmen beschäftigt waren, die ständig Aufträge für Instandhaltungsarbeiten und Baumaßnahmen auf dem Flugplatz ausführten. Der Abzug der britischen Luftstreitkräfte im November 1999 brachte große wirtschaftliche Probleme mit sich. Aus diesem Grunde strebte die Gemeinde die Erhaltung und weitere zivile Nutzung des Flughafens Laarbruch an. Im Juni 2001 erteilte der Düsseldorfer Regierungspräsident die luftrechtliche Genehmigung für den zivilen Betrieb des Flughafens und gab damit grünes Licht für die Entwicklung des dort entstehenden „Euregionalen Zentrums für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe". Man verspricht sich davon die Schaffung von rund 2.000 neuen Arbeitsplätzen und einen wirtschaftlichen Aufschwung für Weeze und den gesamten Kreis Kleve.
Wirtschaftszweige
Kunststoffherstellung, Vertrieb von Kunststoffen; Computertechnologie; Bauindustrie; chemische Industrie; Druck- und Papierverarbeitung; Elektroindustrie; Holzverarbeitung; Fahrzeugbau; Metallverarbeitung; Herstellung von Präzisionsgeräten; Land- und Forstwirtschaft; Regionalflughafen Airport Niederrhein - Euregionales Zentrum für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe; Nahrungsmittel- und Tiefkühl-Nahrungsmittelgroßhandel, Saatgutveredelung, Anlagenbau und Hochdrucksysteme, Maschinenbau, Werbung, Tourismus, Einzelhandel.
Erwerbs- und Wirtschaftsstruktur:
- 67 Handwerksbetriebe
- 14 Industriebetriebe
- 161 verschiedene Handelsbetriebe
- 2 Geldinstitute
- 27 Schank- und Speisewirtschaften
- 154 Sonstiges (Versicherungen etc.)
Bildung
2 Grundschulen; Gemeinschaftshauptschule mit einem Realschulzweig im organisatorischen Verbund; Spiel- und Lernstube; Volkshochschulzweckverband Goch-Kevelaer-Uedem-Weeze, Gesamtschulzweckverband Goch-Uedem-Weeze, Schule von 8 bis 1, Offene Ganztagsschule
Sozialeinrichtungen
4 Kindergärten; 1 Familienzentrum; Wohnhaus der „Lebenshilfe" für Schwerbehinderte; Jugendtreff „Wellenbrecher"; Petrusheim; Altenheim St. Theresienstift; Altentagesstätten; Sozialstation des Caritasverbandes Geldern- Kevelaer.
Medizinische Versorgung
5 praktische Ärzte; 3 Zahnärzte; 2 Apotheken.
Freizeit und Sport
5 Sportplätze; 2 Turn- und Sporthallen; Tennisanlage; Reithalle; Schießsportanlagen; 22 Kinderspielplät ze; Zeltplatz; Reisemobilstellplatz; Indoorkartb a hn; 3 Paddelboot-Vermieter; Fahrradverleih; Rad- und Wanderwege; Nierswanderweg; Tierpark mit Waldlehrpfad und Streichelzoo und angrenzendem Natur-Erlebnis-Pfad; Wildschweingatter im Laarer Wald; Grillhütten.
Kulturelle Einrichtungen
Gemeindearchiv (Archivverbund mit der Gemeinde Uedem); öffentliche Bücherei; Bürgerhaus Wemb; Familienkonzerte im Schloss Wissen; Kunstausstellungen im Rathaus.
Sehenswürdigkeiten
St.-Cyriakus-Kirche; Pfarrkirche Heilig Kreuz, Wemb; Schloss Wissen; Schloss Kalbeck; Schlossruine Hertefeld; Ehrenfriedhof (Kriegsgräberstätte), Weeze; Windmühle, Wemb; diverse Naturdenkmäler.


