Inhalt

110 – SOS – Frauentag 2021!

Zeit für Gleichstellung – wenn nicht jetzt, wann dann?!

Mitteilung vom 01.03.2021

SOS 110 Frauentag 2021

Der Frauentag 2021 am 8. März bietet besonderen Anlass, um Signale zu senden. SOS – 110 Jahre Frauentag in Deutschland, vieles haben wir erreicht, vieles aber eben auch noch nicht. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt, ab 1921 wurde der Tag dann auf den 8. März festgelegt. Ein Tag, an dem auf Frauenrechte und Gleichberechtigung aufmerksam gemacht werden soll und muss. In diesem Jahr können wegen der Pandemielage keine Veranstaltungen stattfinden. Leider! Aber eine Überraschung gibt es trotzdem zum Frauentag:  Ab dem 8. März 2021 liegen im Eingangsbereich des Rathauses ein kleiner Comic zum Frauentag und weiteres Infomaterial bereit. Im Schuhhaus Bauer wird wieder eine Schaufensterdekoration zum Frauentag zu sehen sein. „Leider können wir in Weeze nicht an die erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre anknüpfen, in 2020 haben wir noch dicht gedrängt am 4. März im Wellenbrecher gesessen und einen herrlichen Abend mit den „Blutsschwestern“ verbracht. Nur ein paar Tage später, wäre auch das schon nicht mehr denkbar gewesen“, erinnert sich Nicola Roth.

Aber die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde hat auch für das Jahr 2021 wieder eine Idee. Wenn es schon keine Veranstaltung geben kann, dann muss auf jeden Fall ein anderes Signal her. „Einen Mottospruch haben die Veranstaltungen immer, so dann auch die diesjährige Aktion! „110 - SOS - Frauentag 2021“ soll ein klares Signal aussenden und zugleich ermutigen, weiterzumachen, für alle Frauen und natürlich auch die Männer, damit wir gemeinsam mehr erreichen, denn das ist wichtiger denn je!“, so Nicola Roth. Stellvertretend versammelten sich Ratsfrauen der Weezer Fraktionen mit der Gleichstellungsbeauftragten vor dem Rathaus. „In Weeze liegt der Frauenanteil im Rat bei rund 25%; 102 Jahre nach Einführung des Wahlrechts liegt hier, wie vielerorts, noch viel Arbeit vor uns, um die politische Partizipation von Frauen zu stärken und auch entsprechend sichtbar zu machen!“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Aktuell ist die Gleichberechtigung besonders in Gefahr. Corona hat uns um Jahrzehnte in der Gleichstellung zurückgeworfen. 2020 waren es vor allem Frauen, die neben ihrem Job im Homeoffice noch die Betreuung und das Homeschooling der Kinder übernommen haben. Uns hat die Corona-Krise weiter fest im Griff und das wird vermutlich auch noch andauern! Frauen sind weiterhin besonders hart getroffen: Sie arbeiten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen. Sie sind mit Einkommenseinbußen konfrontiert durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Und sie übernehmen den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit. Zusammengefasst: Auf den Schultern der Frauen lasten hohe Gesundheitsrisiken, wachsender finanzieller Druck, zusätzlicher Betreuungsaufwand und vermehrte Arbeit im Haushalt. Die vielfach bedrohlichen Situationen von Gewalt, die Frauen aktuell meist hinter verschlossen Türen treffen, sind ein weiteres Feld, was wir nicht außer Acht lassen dürfen und wo wir vor Ort Möglichkeiten bieten müssen, dass Hilfe gegeben werden kann. Ein Kontakt ist jederzeit über die regionalen Stellen, auch über das Büro der Gleichstellung, möglich oder über die bundesweiten Telefonnummern für Hilfesuchende.

Die Corona-Pandemie stellt uns am Internationalen Frauentag 2021 vor ganz konkrete Herausforderungen. Wir dürfen uns in der Krise nicht zurückdrängen lassen und in alte „Rollenmuster“ verfallen. Daher der Aufruf: „110–SOS–Zeit für Gleichstellung! –Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Die „Überraschungen“ zum Frauentag im Rathaus warten auf Sie, machen Sie sich also auf den Weg!

Bildunterschrift: Ein Motto mit Signalwirkung! 110-SOS-Frauentag 2021 – ausgedrückt in signalroten Luftballons! Der Frauentag als Teamworktag – ein großer Dank an die Firma Wystrach, die die Ballons kostenfrei mit Helium gefüllt haben sowie an die vier Vertreterinnen der Ratsfraktionen für die Unterstützung (v.l.n.r.: Jessica Kruchem/Bündnis 90/Die Grünen, Pia Heine/SPD, Getrud Willems/FDP, Ulla Dicks/CDU) und die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Weeze, Nicola Roth.