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Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Weeze - Maßnahmen stehen kurzfristig an

Mitteilung vom 29.04.2019

Da es in den vergangenen Jahren auch in Weeze zu einer erhöhten Population des Eichenprozessionsspinners gekommen ist, beabsichtigt die Gemeinde Weeze in diesem Jahr wieder vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung der Raupen, welche fast ausschließlich auf Eichen zu finden sind, vorzunehmen.

Neben forstlichen Schäden geht vom Eichenprozessionsspinner in den befallenen Gebieten eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen durch die mit einem Nesselgift besetzten feinen Raupenhaare aus. Eine gezielte Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zum Schutz der menschlichen Gesundheit ist in Siedlungsbereichen (Parks, Spielplätze, Schulen, Sportplätze, etc.) daher unbedingt erforderlich.

Im Rahmen des Ziels einer insektenfreundlichen Kommune verzichtet die Gemeinde Weeze möglichst vollkommen auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Stattdessen werden thermische oder mechanische Methoden angewendet.

Nachdem im Rahmen des gehäuften Auftretens dieser Art mechanische Methoden aktuell nicht mehr zielführend sind, wird der Einsatz „sanfter Biozide“ (hier XenTari) vorgesehen.

XenTari® ist ein biologisches Insektizid auf Basis von Bacillus thuringiensis. Dieser ist ein natürlich vorkommendes Bakterium, welches Insekten befällt und diese abtötet. Es gibt verschiedene Bakterienstämme, die sich durch ihre ausgeprägte Spezifität auszeichnen. So ist der im Produkt XenTari® verwendete Bakterienstamm nur gegen freifressende Schmetterlingsraupen und Eulenraupen wirksam – andere Insekten werden nicht beeinträchtigt.

Auch für Menschen, Tiere und Nutzvieh ist das zur Bekämpfung verwendete Mittel sowohl bei direktem Hautkontakt als auch im Falle des Einatmens völlig ungefährlich.