Inhalt

Mehr Frauen in die Parlamente!

Mitteilung vom 28.06.2019

Die Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten aus NRW tagten in Münster. (Foto: Presseamt Münster)

"Gleichstellungsarbeit in der Kommune profitiert immer davon, wenn auch im Rat der Stadt das politische Engagement von Frauen deutlich sichtbar ist. Deshalb ist es wichtig, dass auch in der kommunalen Gleichstellungsarbeit dieses Thema immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird." Aus diesem Grund begrüßt Martina Arndts-Haupt, Leiterin des Amts für Gleichstellung der Stadt Münster, dass ein Schwerpunktthema der Mitgliederversammlung der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in NRW, die (am Mittwoch, 26. Juni) in Münster stattfand, die Beteiligung von Frauen in der Kommunalpolitik war.

Die mehr als 90 Gleichstellungs-Fachfrauen mussten bei ihrem Treffen im Stadtweinhaus konstatieren, dass im Landtag NRW der Frauenanteil der Abgeordneten aktuell mit  27,1 Prozent und im Bundestag mit 31,3 Prozent bei nur knapp einem Drittel liegt. In beiden Parlamenten ist der Frauenanteil seit den vorhergehenden Wahlen gesunken. Das gilt auch für den Rat in Münster, auch wenn dieser mit 32,8 Prozent Frauenanteil immerhin noch ein etwas besseres Bild bietet.

Die Rechtsanwältin Andrea Rupp, Mitglied im Bundesvorstand des Deutschen Juristinnen Bundes, und die Politikwissenschaftlerin Birgitt Höhn, Fraktionsvorsitzende im Kreistag Kleve und Helene-Weber- Preisträgerin, belegten in Vorträgen die geringe Zahl von Frauen in der Politik und nahmen eine rechtliche Bewertung eines möglichen Parité-Gesetzes vor. Sie schilderten ihre persönlichen Erfahrungen mit den Rahmenbedingungen für ein aktives Engagement von Frauen in der Politik und sorgten damit bei den Teilnehmerinnen für eine engagierte Diskussion.

Gemeinsam mit der Klever Gleichstellungsbeauftragten Yvonne Tertilte-Rübo, die als LAG Sprecherin die Sitzung leitete, wurde das Klever VHS Projekt "Mehr Frauen in die Parlamente" als gelungenes Beispiel den Teilnehmerinnen vorgestellt. Praktische Beispiele aus weiteren Städten und Kreisen, wie der Frauenanteil in politischen Gremien von Kommunen erhöht werden kann, rundeten das Thema ab.

Eine Vertreterin aus dem NRW-Gleichstellungstellungsministerium informierte die Gleichstellungbeauftragten über aktuelle Maßnahmen und Projekte auf Landesebene. Zwölf neue Gleichstellungsbeauftragte stellen sich Ihren Kolleginnen vor, darunter auch die neue Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Kleve Sandra Poschlod-Grause. Aus den Kreis Klever Kommunen waren neben der Stadt Kleve auch die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Goch, Frederike Küsters, und der Gemeinde Weeze, Nicola Roth, anwesend.