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Mit dem Thema „Wasserstoff“ auf Sommertour Innovation

Kreis-Wirtschaftsförderung startete bei Wystrach in Weeze / Bürgermeister Francken dankte Führungskräften und Mitarbeitern

Mitteilung vom 13.08.2019

Freuten sich über den Auftakt der Sommertour 'Innovation' bei der Wystrach GmbH in Weeze: von links nach rechts Ulrich Francken, Bürgermeister der Gemeinde Weeze, Wolfgang Wolter, Wystrach-Geschäftsführer im Bereich Technik + Vertrieb, Jürgen Wystrach, Wystrach-Geschäftsführer im Bereich Ressourcen, sowie Hans-Josef Kuypers, Geschäftsführer der einladenden Kreis-Wirtschaftsförderung

„Was uns bis heute ausmacht? Der Wille, zukunftsweisende Produkte auf den Markt zu bringen.“ Jochen Wystrach und Wolfgang Wolter als Geschäftsführer der Firma Wystrach sagten dies, als die aktuelle Sommertour Innovation der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve nun in ihrem Haus an der Industriestraße 60 in Weeze an den Start ging. 1988 am Holtumsweg aus der Taufe gehoben – Bürgermeister Ulrich Francken nannte es „solide gewachsen“ – zählt Wystrach heute 200 Mitarbeiter, fühlt sich in ganz Europa zuhause und liefert überzeugende Schlagzeilen mit der Entwicklung von Transportsystemen für Industriegase wie dem Wystrach-Bündel – nach Aussagen der Geschäftsleitung das „Brot und Butter-Geschäft des Unternehmens“, das viele kreative Schübe der jüngeren Vergangenheit erst möglich mache.

Vor Jahren schon dachte man sich in Weeze den Wasserstofftrailer aus – einen Sattelzug mit diversen Flaschen-Bündeln, für den es bereits die zweite Generation gibt. Wenige Tage ist es her, als Wystrach den ersten wasserstoffbetriebenen Regionalzug Coradia iLint vorstellte, dem die aus Weeze bekannten Flaschen aufs Dach gepackt wurden und dem man zutraut, die Diesel-Züge von der Schiene zu verdrängen. Im Main-Taunus-Kreis, so war zu hören, will man 27 Züge dieser Art in Auftrag geben – zur Freude der Weezer. Und in Niedersachsen ist dieses System seit bereits zehn Monaten im Einsatz.

Zur Stunde arbeiten die Wystrach-Fachleute an Speichersystemen für gasgetriebene Reisebusse von Mercedes, bauen an einer mobilen Wasserstofftankstelle, die in ihren Dimensionen etwa der Größe eines Seecontainers entspricht, die man beim Tag-der-offenen-Tür am 28. September in Weeze erleben kann und die Frage aufwerfen dürfte: Was kommt den Wystrach-Innovativen dann in den Sinn?

Wie sagte doch Hans-Josef Kuypers als Kreis-Wirtschaftsförderer und Initiator der seit Jahren stattfindenden Sommertour: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir mit Wystrach das richtige Unternehmen zum Start in die Sommertour Innovation ausgewählt haben.“

Gut 110.000 der Flaschen-Bündel befinden sich zur Stunde bei den Partnern im Markt, etwa 13.000 von ihnen werden pro Kalenderjahr in Weeze gehändelt – zur technischen Prüfung, zur Aufwertung, zur Perfektionierung.

Das Thema „Wasserstoff als Energieträger“ hat Wystrach mit der Firma hps zusammengebracht. Hier wird der Versuch unternommen, den Strom von Photovoltaikmodulen zu speichern. In diesem Fall stehen neben den jungen Einfamilienhäusern genau jene Flaschenbündel, die Wystrach im Markt derart stark nach vorne gebracht haben.

Seit Jahren wachsen die Mitarbeiterzahlen des Unternehmens, das seit dem 30-jährigen Jubiläum im letzten Jahr weitere 20 neue Mitarbeiter hinzugewonnen hat und den Fachkräftemangel in der Region immer wieder zu spüren bekommt. Gründe gab es also viele dafür, dass Weezes Bürgermeister Ulrich Francken „Führungskräften wie Mitarbeitern für jahrzehntelanges Engagement“ dankte.