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„Paddeln auf der Niers“ mit beachtlicher Wertschöpfung

Weezes Bürgermeister Georg Koenen freute sich über den Start der Kreis-WfG-Sommertour auf Schloss Wissen

Mitteilung vom 27.07.2021

Sommertour Paddeln auf der Niers

Bildunterschrift:

Das „Paddeln auf der Niers ist zum gewichtigen Pfund

für die Tourismuswirtschaft in der Region geworden.

Es freuen sich hier darüber (v.l.n.r.) Weezes Bürgermeister Georg Koenen,

Marie-Christin Bauer als Touristikerin der Gemeinde,

Daniel van Bonn von den „Freizeitexperten“, Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers,

Kira Geerts und Nathalie Tekath-Kochs von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve

sowie Ulrich Schwarz von „Freizeit Schwarz“.

Mit erkennbarer Begeisterung zogen Daniel van Bonn und Ulrich Schwarz eines der wohl zwei Dutzend Boote vom Hänger, wiederholten das Ganze für die passenden Paddel und beeindruckten an diesem Morgen damit, dass sie beide zusammen wohl nahezu 200 dieser wassertauglichen Freizeitgeräte im Einsatz haben. „Zu Lande, zu Wasser, in der Luft“, ist die aktuelle Sommertour der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve überschrieben, über deren Start am Schloss Wissen insbesondere Weezes Bürgermeister Georg Koenen seine helle Freude hatte. „Für mich und die Region ist der Tourismus eine ganz wichtige Größe“, so der erste Bürger vor Journalisten. Wohl nirgendwo im Kreisgebiet würden mehr Menschen zum Paddeln auf der Niers anreisen, vermutete er. Gleich drei Anlegestellen habe man im einstigen Schreinerdorf – alle seien sie in der Nähe der Herrensitze, betonte Koenen zufrieden. Auch er selbst greife immer wieder einmal zu den Paddeln, sagte er zum Start in seine erste Sommertour mit der Kreis-WfG.

Herrlich sommerliches Wetter wurde dem Auftakt der Sommertour beschert, bei dem Marie-Christin Bauer als Touristikerin der Gemeinde Weeze überzeugende Informationen zum 117 Kilometer langen Niers-Strom preisgab. Interessant zu hören, dass ihr Großvater Hubert Kösters vor vielen Jahren zu den ersten Verleihern zählte, der an das Paddeln auf der Niers als wirtschaftliche Existenz geglaubt habe. Zehn Bootsanlegestellen gebe es heute an der Niers, etwa 20.000 Gäste pro Saison buchten die schlanken Boote und manches Mal seien es bis zu 1.000 Wassersport-Freunde an nur einem Tag. „Die Wertschöpfung aus diesen und ähnlichen Aktivitäten ist für die Gemeinde und das Kreisgebiet nicht zu unterschätzen“, so Bauer, die einst an der Hochschule Rhein-Waal Nachhaltigen Tourismus studierte und sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema „Radwandern“ auseinandersetzte.

Daniel van Bonn von den „Freizeitexperten“ schätzte die Zahl derer, die ihre Paddeltour mit einer Übernachtung verbinden wollten, bei fünf bis sieben Prozent. Immer häufiger buche man auch einen Grillabend oder ein Miet-Fahrrad der Niederrhein Tourismus GmbH hinzu. Das letzte, von Corona geprägte Jahr sei das beste der letzten Jahre gewesen, so van Bonn. Mittlerweile komme die Nachfrage auch aus dem Kölner Raum bis rauf in die Eifel. Das Ruhrgebiet gehöre eh seit Jahren zum Einzugsgebiet der Interessierten.

Die Paddeln-auf-der-Niers-Unternehmer van Bonn und Schwarz prognostizieren denen eine große Zukunft, die sich in Niers-Nähe für einen oder gleich mehrere Camping-Plätze stark machen. Eine Drei-Tage-Tour über die Niers mit Übernachtung im Zelt, das wär´s“, so die Fachleute in Sachen Paddeln.

Die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve unterstrich zum Auftakt der Sommertour „Zu Lande, zu Wasser, in der Luft“ die hohe Bedeutung von sogenannten „Erlebniswelten“ zur Steigerung der Übernachtungszahlen. „Dass wir kurz vor Corona die Million-Übernachtungen-Grenze anpeilen durften, dass liegt auch an den Menschen, die hier in Weeze das „Paddeln auf der Niers“ perfektionieren, die sich ein Parookaville einfallen lassen, die eine Erlebnisoase Irrland schaffen oder die Draisine auf die Grenzland-Tour schicken. Verweildauer muss lebendig sein können“, so Hans-Josef Kuypers. Nur dann steigere man die Liebe zu den kreisweit vorhandenen 31 Reisemobil-Stellplätzen, zu den 431 Ferienwohnungen, den wachsenden Bettenzahlen in den Hotels der Region. Wie deutlich sich dies alles niederschlagen könne, das bewies der Kreis-Wirtschaftsförderer mit zwei Zahlen aus der Standortgemeinde Weeze: Hier verbuchte man im Jahr 2006 noch 5.700 Übernachtungen – im Jahr 2019 waren es 54.000 – fast das Zehnfache.